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SEV-Info vom 13.‌6.‌2026 – SBB Infrastruktur: Der SEV kritisiert die Massnahmen zur Schliessung der Finanzlücke
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SEV-Info vom 13. Juni 2026


SBB Infrastruktur

Der SEV kritisiert die Massnahmen zur Schliessung der Finanzlücke


Liebe Kollegin, lieber Kollege


SBB Infrastruktur hat am 11. Juni im Intranet über Massnahmen zur Schliessung einer Finanzlücke von 130 Mio. Franken in den Jahren 2027–2028 informiert. Die vom Bundesamt für Verkehr im Rahmen der Leistungsvereinbarung 2025–2028 gesprochenen Gelder würden nicht ausreichen, um beispielsweise Mieten, Personal, Betrieb und den Anlagenunterhalt genügend zu finanzieren, ist in der Mitteilung zu lesen. Gründe dafür seien die Unterschätzung von Teuerungsentwicklungen und die Verzögerung von Effizienzsteigerungsmassnahmen.

Zu den Sparmassnahmen gehören u.a.:

  • Reduktion der Vollzeitstellen in allen Geschäftsbereichen von SBB Infrastruktur um zwei Prozent in den Jahren 2027 und 2028 «primär über die natürliche Fluktuation»; konkret soll im Schnitt etwa jede sechste freiwerdende Stelle nicht mehr besetzt werden;
  • Reduktion der ursprünglich geplanten Unterhaltsarbeiten, ohne angeblich damit die Zielerreichung bei der Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen zu gefährden. «Da sich die Lebensdauer einer Anlage durch den Unterhalt grundsätzlich nicht verlängern lässt, hat diese Massnahme im Gegensatz zu einer Verschiebung von Erneuerungsarbeiten keinen Einfluss auf den Rückstand im Substanzunterhalt», schreibt die SBB.


Der SEV teilt letztere Aussage bezüglich der Lebensdauer nicht. Vielleicht kann diese nicht verlängert werden, sie kann jedoch durch ungenügenden Unterhalt durchaus verkürzt werden – was zu unter Umständen hohen Folgekosten führen kann. Deshalb fordert der SEV, diesen Sachverhalt vor der Reduktion von Unterhaltsarbeiten angemessen zu berücksichtigen. Zudem wächst der Rückstand beim Unterhalt der Anlagen bekanntlich nach wie vor an und wird mit diesen Massnahmen ganz sicher nicht kleiner. Kurz gesagt: Diese Entscheidung könnte sich mittel- und langfristig als kostspieliges Eigentor erweisen!


Zweitens fordert der SEV, beim produktiv arbeitenden Personal keinen Stellenabbau durchzuführen. Denn dieses ist schon heute teilweise stark unter Druck, weil dringend benötigte Fachkräfte nicht gefunden werden.

Drittens fordert der SEV, dass die Sparmassnahmen nicht dazu führen dürfen, dass noch mehr Arbeiten an Externe vergeben werden, denn damit würden die Kosten letztlich nur noch stärker steigen statt sinken. 


Wir werden euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Kollegiale Grüsse


Michael Buletti

Gewerkschaftssekretär SEV

Dossierverantwortlicher SBB Infrastruktur

michael.buletti@sev-online.ch

+41 31 357 57 25

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